Archiv der Kategorie: Wundmanagement in der Presse

VETIGEL – neues Konzept zur Blutstillung

Das von Joe Landolina entwickelte Gel hilft innere und äussere Blutungen sehr rasch zu stoppen. Das Gel aktiviert natürliche Gerinnungsprozesse des Blutes mit biokompatiblen Komponenten. Es baut diese an der Wundstelle auf durch Nachahmung der körpereigenen extrazellulären Matrix. Das beschleunigt die Produktion von Fibrin und der Blutfluss wird so rasch gestoppt. Das Medikament ist erst für die Veterinärmedizin in den USA zugelassen. Eine Zulassung für die Humanmedizien wird angestrebt.

Weitere Informationen: http://www.suneris.co/technology/

Nano Cellulosefasern und Silber fördern die Wundheilung bei Diabetes

Wundheilungsstörungen sind häufige Komplikation bei Diabetes mellitus. Oftmals sind damit offne Beine Begleiterscheinungen. Verschiedene Forscher des medizinischen Institutes der Alexandria Universität Ägypten verfolgen einen vielversprechenden Ansatz. In einem Forschungsprojekt wurde an Diabetik erkrankten Mäusen antibakterielle Nanofasern getestet. Elektronisch gewobene mit Silber-Ionen durchsetzte Cellulose Nanofasern dienten als Wundauflage. Mit dieser Technik konnte der Wundheilungsprozess bei den Mäusen erheblich beschleunigt werden. In der histopathologischen Untersuchung zeigte sich, dass die Konzentration der Silberionen ein entscheidender Faktor ist.

Weitere Informationen: http://www.inderscienceonline.com/doi/abs/10.1504/IJNP.2015.070346

Plasma lässt Wunden schneller heilen

Forschung Kompakt – Sonderausgabe 8.6.2015

Hauterkrankungen machen vielen Menschen zu schaffen. Ein häufiges Problem sind offene Wunden – vor allem ältere Menschen sind betroffen. Die neue medizintechnische Lösung PlasmaDerm setzt Plasma ein, damit die Verletzungen schneller heilen.

Preis Technik für Menschen 2015 PlasmaDerm - Therapie zur Behandlung von Hauterkrankungen Dr. Andreas Helmke, Dr. Dirk Wandke (Cinogy GmbH), Prof. Wolfgang Viöl und Prof. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Göttingen) die Heilung von Wunden beschleunigen (v.l.n.r.).
Preis Technik für Menschen 2015
PlasmaDerm – Therapie zur Behandlung von Hauterkrankungen
Dr. Andreas Helmke, Dr. Dirk Wandke (Cinogy GmbH), Prof. Wolfgang Viöl und Prof. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Göttingen) die Heilung von Wunden beschleunigen (v.l.n.r.). © Dirk Mahler/Fraunhofer

Hauterkrankungen gehören hierzulande zu den Volkskrankheiten. Neurodermitis, Schuppenflechte oder das sogenannte »offene Bein«, hervorgerufen durch Diabetes oder Krampfadern, verursachen bei Patientinnen und Patienten oft jahrelange Leiden. Dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig ist es in Kooperation mit dem Unternehmen Cinogy und der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen gelungen, die neuartige Medizintechniklösung PlasmaDerm zur Therapie von Wunden und Hautkrankheiten zu entwickeln. Plasma, unmittelbar auf der Haut erzeugt, fördert dabei die Wundheilung.

»Es ruft so ein kaum spürbares leichtes Kribbeln auf der Haut hervor«, erklärt Prof. Wolfgang Viöl vom IST, während er mit einem Apparat in Form und Größe einer Taschenlampe in kleinen Kreisbewegungen über seinen Handrücken fährt. An der Spitze des Apparats, den er nur knapp über der Haut hält, sieht man einen unscheinbaren lila Nebel: Plasma – ein ionisiertes Gas.

Das Neue an PlasmaDerm: Ein Team aus Medizinern, Biologen, Physikern und Ingenieuren entwickelte ein Gerät, das erstmals nicht-thermisches, also »kaltes« Plasma bei atmosphärischem Druck direkt auf der Haut erzeugt. Beim patentierten Verfahren wird die Elektrode der Apparatur nahe an die Haut herangeführt. Die Haut wirkt elektrisch als Gegenelektrode. Werden Hochspannungspulse aktiviert, wandeln elektrische Felder die Luft zwischen Elektrode und Haut in nicht-thermisches Plasma.
PlasmaDerm wirkt schmerzfrei und sicher

Da »kaltes« Plasma bisher nicht am Menschen angewandt wurde, kam dem IST die zentrale Aufgabe zu, die Verfahrenssicherheit zu bewerten. »Wir haben eine Risiko-Nutzen-Analyse durchgeführt. Die Auswertung aller chemischen und physikalischen Parameter lassen den Schluss zu, dass es keine Bedenken gibt, das Plasma am Menschen einzusetzen«, erläutert Dr. Andreas Helmke das Vorgehen am IST.

Antiseptische Wirkung und eine verbesserte Wundheilung konnten im Rahmen einer klinischen Studie von Prof. Steffen Emmert an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Göttingen nachgewiesen werden. Den größten Vorteil der Anwendung sieht Prof. Emmert darin, »dass nicht-thermisches Plasma die Mechanismen verschiedener Therapien vereint. Es gibt bereits UV-, Ozon- oder Elektrotherapien. Durch Plasma erreichen wir jedoch eine bessere Wirkung in kürzerer Zeit.« Plasma reduziert die Zahl von Keimen auf der Oberfläche der Haut und erhöht durch das elektrische Feld gleichzeitig die Mikrozirkulation der Haut, wodurch sie besser mit Sauerstoff versorgt wird. Dies sind entscheidende Faktoren zur besseren Heilung von Wunden.

Um die Anwendung flexibel einzusetzen, war es notwendig, ein tragbares Gerät zu entwickeln. Dies gelang in Kooperation mit Cinogy. »Wir mussten einen Apparat entwickeln, der klein ist, aber hohe Spannungen erzeugt. Das Ergebnis ist nun nur etwa so groß wie ein Laptop und kann über eine normale Steckdose mit 100 bis 230 Volt betrieben werden«, beschreibt Dr. Dirk Wandke, Geschäftsführer bei Cinogy, die größte Herausforderung. Mittlerweile wird PlasmaDerm europaweit vertrieben.

Mit PlasmaDerm verbindet Prof. Viöl eine Vision. »Wenn ein Kind mit dem Skateboard stürzt, dann stell ich mir vor, dass die Mutter die Wunde in Zukunft zuhause mit einem kleinen PlasmaDerm-Stick behandelt und nicht mehr mit Jod. Oder, dass das Gerät selbst misst, was mit der erkrankten Haut nicht in Ordnung ist, um anschließend die Dosis einzustellen und die physikalische Therapie zu starten.«

Für die Entwicklung von PlasmaDerm erhalten Prof. Wolfgang Viöl, Dr. Andreas Helmke, Prof. Steffen Emmert und Dr. Dirk Wandke den Fraunhofer-Preis Technik für den Menschen.

Weiter Informationen, Links zu Audio und Videobeiträgen [frauenhofer.de]

Mit Nanofett gegen Narben von grossen Wunden

logo-usz[usz] Als einer der ersten Anbieter in der Schweiz setzt die Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) Nanofett zur Behandlung von Narben, Pigmentstörungen und Fältchen der Haut ein. Es handelt sich dabei um die erste Therapie überhaupt, welche die Haut soweit regeneriert, dass zuvor sichtbare Schäden deutlich unauffälliger werden oder verschwinden.

​Klassische Eigenfettinjektionen mit Mikrofett werden in der plastischen Chirurgie seit Jahren angewendet. Bei dieser Methode werden Fettzellen von fettreichen Stellen wie zum Beispiel Hüften oder Oberschenkeln mit einer Spritze abgesaugt und anschliessend in andere Körperpartien gespritzt. Ziel dabei ist die Vergrösserung des Volumens – etwa der Lippen, der Brust oder von hageren Gesichtspartien. Als Nebeneffekt dieser Füllmethode der plastischen Chirurgie haben Ärzte vor einigen Jahren beobachtet, dass sich dadurch auch die Hautqualität der Patienten verbesserte. Pioniere auf dem Gebiet der Eigenfetttherapien sind die plastischen Chirurgen Dr. Patrick Tonnard und Dr. Alexis Verpaele aus dem belgischen Gent. Sie haben sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt und die Nanofettbehandlung zur Verbesserung der Hautqualität entwickelt, die das USZ als einer der ersten Anbieter in der Schweiz anwendet.

Fettstammzellen regenerieren die Haut
Bei dieser Nanofettbehandlung wird das abgesaugte Fettgewebe zuerst flüssig gemacht und dann filtriert. Dadurch werden die eigentlichen Fettzellen zerstört. Die Flüssigkeit enthält stattdessen viele Fettstammzellen und wachstumsfördernde Moleküle, die regenerative Eigenschaften aufweisen. Das Nanofett wird oberflächlich und mit kleinen Nadeln in die Haut oder in die Narben appliziert. Je nachdem sind eine oder zwei Behandlungen mit Lokalanästhesie oder auf Wunsch mit Vollnarkose notwendig. Während rund einer Stunde wird dabei Fett entnommen, aufbereitet und an anderer Stelle eingespritzt. Im Gegensatz zur Eigenfettinjektion mit Mikrofett hat die Nanofettbehandlung keinen Volumeneffekt, sondern regeneriert Schäden an der Haut. Nach drei Monaten tritt die Wirkung der Therapie ein: Narben werden weicher und weniger gut sichtbar. Dellen und Dehnungsstreifen, Augenringe, Rötungen und Fältchen der Haut bilden sich zurück.

Neue Therapie
«Wir setzen die Nanofettbehandlung hauptsächlich bei Patienten ein, die mit Narben leben müssen – nach Unfällen, Operationen, einer Bestrahlung oder nach Verbrennungen», sagt Prof. Nicole Lindenblatt, Leitende Ärztin der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am USZ. Sie eignete sich das Wissen über die Nanofettbehandlung bei Patrick Tonnard und Alexis Verpaele an. Am USZ behandelte sie bisher rund 60 Patientinnen und Patienten. Dabei machte sie die Erfahrung, dass die Methode auch bei der Heilung von komplexen chronischen Wunden und im Bereich der Regeneration von Nerven Wirkung zeigt. Nicht alle Patienten würden gleich auf die Therapie ansprechen, so Nicole Lindenblatt. «Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Nanofettinjektionen stark steigen wird, da es sich derzeit um die einzige Methode handelt, welche die Haut soweit regeneriert, dass zuvor sichtbare Schäden deutlich unauffälliger werden oder verschwinden».

Studien gehen dem Phänomen auf den Grund
USZ-Forscher setzen sich auch wissenschaftlich mit dem regenerativen Effekt von Fettstammzellen auf das Hautgewebe auseinander. «Heute ist noch weitgehend unklar, welche Mechanismen die Nanofettbehandlung im Köper im Detail auslöst», so Nicole Lindenblatt. Noch in diesem Jahr soll deshalb eine klinische Studie starten mit dem Ziel, mehr über die Wirkungsweise der Therapie herauszufinden. Wie bei jeder neuen Methode könne man unbekannte negative Langzeitwirkungen nie vollständig ausschliessen. Derzeit weise aber nichts auf ein erhöhtes Krebsrisiko oder andere Beschwerden von Nanofetttherapien hin. Die Patienten würden auf der Grundlage der aktuellsten Forschungsresultate über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Im persönlichen Gespräch würden die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten sowie die Chancen und Gefahren unterschiedlicher Therapieoptionen abgewogen, bevor die Patientinnen oder Patienten letztlich den Therapieentscheid treffen.
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Forscher entdecken, warum Wunden bei Diabtikerinnen und Diabetikern langsamer heilen

Amerikanische Forscher, Zhang und andere, haben entdeckt, warum offene Wunden bei Diabtikerinnen und Diabetiker nur sehr langsam heilen. Bei Diabetikern können schon kleine Kratzer oder Schürfungen zu offenen Wunden führen. Die langsame Wundheilung wird gemäss amerikanischer Wissenschaftler durch das Protein FOXO1 verursacht. In der Regel aktiviert FOXO1 den Heilungsprozess. Zellen (Keratinozyten) wandern in die Wunde ein und bilden eine erste Schutzschicht. Bei Diabtikern verhindert FOXO1 das Andocken an TGFB1 Promoter und verlangsamt so die Bildung Keratinozyten. Durch Insulingabe oder die Dämpfung von FOXO1 wird die Wundheilung schneller aktiviert.

Herausgefunden haben die Forscher den Zusammenhang an einer Versuchanordung mit Mäusen. Verschiedene Gruppen, mit und ohne Diabetes wurden untersucht. Nach dem bei einer Kontrollgruppe mit Diabetes die Menge von FOXO1 reduziert wurde, resultierte ebenfalls ein schnellerer Heilungsverlauf.

Die Autoren der Studie: Zhang, C., et al. 2015. J. Cell Biol. doi: 10,1083 / jcb.201409032

Qualität in der Wundbehandlung

dgfwlogoVom 18. – 20. Juni 2015 findet in Ludwigshafen der 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. statt. Im Mittelpunkt steht die Thematik Qualität in der Wundbehandlung. Auf dem Veranstaltungstableau stehen Beiträge zu folgenden Themen:

  • Grundlagenforschung zur Wundheilung
  • Versorgungsforschung
  • Epidemiologische Daten / Dokumentation / Evaluation
  • Leitlinien und zielorientierte Wundbehandlung
  • Seltene Ursachen von Wundheilungsstörungen
  • Prävention
    • Sturzprophylaxe bei Druckentlastungssystemen des Fußes
    • Mobilitätserhalt bei Gefäßerkrankungen
    • Mobilitätsförderung bei Prothesenträgern
    • Hygiene in kritischen Bereichen (OP / Intensiv / Notfallaufnahmen/Rettungsdienst
  • Probleme der Wundheilung bei einliegenden Implantaten
  • Diagnostik und Therapie der Osteomyelitis
  • Kritische Wunden nach Trauma
  • Verbrennung: Von der Akutsituation bis zur Rehabilitation
  • Wundheilungsstörungen nach Bauchdeckenrekonstruktionund Netzinfektion
  • Stabile und instabile Narben / Narbenkontraktur
  • Diabetisches Fußsyndrom: Von der Prävention bis zum
  • Charcotfuß
  • Rekonstruktive Fußchirurgie – ein interprofessionelles Thema
  • Querschnittlähmung: Therapieoptionen, Komplikationen und Alltagsbewältigung
  • Konservative und Operative Lymphtherapie

Weitere Angaben zum Programm: www.wunde-wissen.de

Chronische Wundpatienten haben einen erhöhten Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen

Mürzzuschlag –  Studien belegen, dass sowohl chronische Wundpatienten als auch ältere Menschen aufgrund von Fehl- und Mangelernährung einen deutlich erhöhten Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen aufweisen.

Bei der Wundheilung findet ein aufwendiger Wiederherstellungsprozess statt, der Energie und Zellbaumaterial benötigt. Die Nahrung dient zur Bereitstellung dieser Ressourcen und ist einer der wesentlichen Faktoren für eine erfolgreiche Heilung. Eine Fehl- oder Mangelernährung kann die Heilung negativ beeinflussen.

TraumaProPlus wurde als Nahrungsergänzungsmittel für Situationen entwickelt in denen ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen, Spurenelementen und Vitaminen besteht. Wichtig für den Anwender ist, diesen Bedarf mit nur einem Produkt abzudecken, das preiswert, bekömmlich und dazu noch wohlschmeckend und einfach in der Anwendung ist.

TraumaProPlus wird in Österreich unter Aufsicht von Ärzten und Ernährungsexperten produziert.

Inhaltstoffe:
Aminosäuren sind lebensnotwendig und tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Bei vielen Heilungsvorgängen sind Aminosäuren schnell aufgebraucht, da Aminosäuren außer in Muskeln nicht speicherbar sind. Somit kann bei vielen Stress- und Belastungssituationen eine zusätzliche Zufuhr von Aminosäuren nötig sein.
Calcium hat eine Funktion bei der Zellteilung
Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und zu einer normalen Eiweißsynthese bei
Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
Zink trägt zur Erhaltung gesunder Haut bei
Der Maca-Wurzel werden positive Effekte auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die psychische Belastbarkeit zugeschrieben.
Weiters enthält TraumaProPlus Vitamine mit hoher Bioverfügbarkeit in ausgewogener Zusammensetzung.

TraumaProPlus hilft Aminosäuren zu ersetzen und die Speicher für Vitamine, Antioxidantien und Spurenelemente aufzufüllen.

Weitere Informationen unter www.traumapro.at

Verbesserung der Wundheilung mit Fisch Pflaster

Chinesische Forscher prüfen in einer Studie die Wirksamkeit von Nanofasern zur Wundversorgung.  Die aus Bestandteilen des Speisefisches Tilapia gesponnenen Nanofasern fördern die Bildung menschlicher Keratinozyten (Zelltypen, die 90% der menschlichen Oberhaut ausmachen).

Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass der Speisefisch in grossen Mengen vorkommt. Produkte mit tierischen Bestandteilen von Rindern und Schweinen könnten so abgelöst werden. Im Gegensatz zur Verwendung von tierischen Bestandteilen von Rindern und Schweinen, ist die Seuchengefahr bei Fischen wesentlich geringer.

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Bild: Shanghai Biomaterials Research & Testing Center, Shanghai Key Laboratory of Stomatology, Ninth People’s Hospital, Shanghai Jiaotong University School of Medicine, Shanghai 200023, China

Kurzzusammenfassung der Studie (engl.): pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/am507990m

Freudenberg Vliesstoffe übernimmt Polymer Health Technology Ltd.

Weinheim, 18. Dezember 2014. Die Freudenberg Gruppe übernimmt mit Wirkung zum 1. Januar 2015 den führenden Spezialisten für Polyurethane Schaumsysteme für die moderne Wundversorgung, Polymer Health Technology (PHT), Ebbw Vale/ Großbritannien. Mit dem 2003 gegründeten Unternehmen baut die Freudenberg Geschäftsgruppe Vliesstoffe ihr Portfolio im Bereich Medizintechnik weiter aus. „Schaumbasierte Lösungen sind eine Schlüsseltechnologie der modernen Wundversorgung“, so Dr. Mohsen Sohi, Sprecher des Vorstandes der Freudenberg Gruppe. „Mit den Lösungen von Polymer Health Technology haben wir weitere innovative Lösungen, um den Bereich der Medizintechnik langfristig zu stärken und auszubauen.“ In der modernen Wundversorgung spielen schaumbasierte Lösungen eine immer größere Rolle. Der aktuelle Marktanteil liegt weltweit bei über 40 Prozent. Beide Unternehmen haben vereinbart, dass zum Kaufpreis keine Angaben gemacht werden.

Die hydrophilen Schaumsysteme von Polymer Health Technology absorbieren Wundexsudat und schaffen so ein ideales Wundheilungsmilieu. Sie schützen die Wunde vor Austrocknung, -kühlung, gewährleisten einen ungehinderten Austausch von Gasen und Wasserdampf und beschleunigen so den Wundheilungsprozess.

„Mit den Produkten von Polymer Health Technology bieten wir unseren weltweit agierenden Kunden ein noch umfangreicheres Portfolio an innovativen Lösungen für die moderne Wundbehandlung“, erläutert Bruce Olson, CEO und Präsident von Freudenberg Vliesstoffe. Freudenberg Vliesstoffe plant nach der Akquisition die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich zu verstärken. Dies gilt gleichermaßen für den neuen Standort und für den Hauptsitz von Freudenberg Vliesstoffe in Weinheim. In der ehemaligen walisischen Stahlarbeiter-Stadt Ebbw Vale betreibt PHT einen hochmodernen Produktions- und Entwicklungsstandort, der in Zukunft mit den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Weinheim zusammenarbeiten wird.

Als Teil der Freudenberg Gruppe partizipiert PHT künftig am weltweiten Vertriebsnetzwerk des global agierenden Technologieunternehmens Freudenberg. Nicholas Woodman, der das Unternehmen gegründet hat, wird auch in Zukunft für den Schaumspezialisten tätig sein. Freudenberg Vliesstoffe wird alle Mitarbeiter des britischen Unternehmens übernehmen.

Die medizinische Wundversorgung ist eine zukunftsweisende Säule von Freudenberg Vliesstoffe. Ziel ist es, das Portfolio durch neue Technologien weiter auszubauen. Der Grundstein ist gelegt. In den vergangenen Jahren wurden neue Kunden gewonnen und eigene Produktionskapazitäten auf- und ausgebaut.

Bereits heute bietet Freudenberg Vliesstoffe im Geschäftssegment Medikal ein umfassendes und innovatives Produktportfolio an: Wundauflagen für Heftpflaster für den Konsumentenbereich sowie für professionelle Anwendungen in Krankenhäusern und für die Behandlung von chronischen Wunden.

Über Freudenberg Vliesstoffe
Freudenberg Vliesstoffe ist einer der weltweit größten Hersteller von Vliesstoffen mit 21 Produktionsstandorten in 13 Ländern. Das Unternehmen fertigt Einlagestoffe für die Bekleidungsindustrie und entwickelt Vliesstoffe für folgende Märkte: Energie, Autoinnenausstattung, Hygiene, Medikal, Gebäudeinnenausstattung, Landschaftsbau sowie für spezielle Anwendungen. Freudenberg Vliesstoffe ist mit innovativen Produkten wie Lutradur ECO®, Vilene®, Soundtex® und Evolon® auf dem Markt vertreten. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete Freudenberg Vliesstoffe mit rund 3.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 660 Millionen Euro. Weitere Informationen zu Freudenberg Vliesstoffe gibt es im Internet unter www.freudenberg-nw.de